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BEHANDLUNGEN

Untersuchung & Diagnostik

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Oralchirurgie

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Oralchirurgie –
Ihr Fachzahnarzt in der Praxis Emmerich in Ravensburg

Die Oralchirurgie ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin und wird von approbierten Zahnärzten durch eine mindestens vierjährige, ganztägige Weiterbildung mit abschließender Prüfung erworben. Der weitergebildete Zahnarzt bekommt dann den Titel „Fachzahnarzt für Oralchirurgie“ verliehen.

Dr. Dominik Emmerich hat im Rahmen seiner Ausbildung zum Spezialisten für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien (DGPro) bei Prof. Dr. Dr. h.c. J. R. Strub umfangreiche implantologische und implantatprothetische Erfahrungen sammeln können.

Im Anschluss daran absolvierte er seine oralchirurgische Weiterbildung in der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universitätszahnklinik Freiburg unter Leitung von Prof. Dr. Dr. R. Schmelzeisen. Während dieser Tätigkeit im Universitätsklinikum führte er viele umfangreiche oralchirurgische Eingriffe durch und war als Dozent bei nationalen und internationalen Fortbildungen sowie als Operateur bei Live-Operationen tätig. Insgesamt hat er seit dem Jahr 2002 über 3000 Implantationen und Knochenaufbauten durchgeführt.

Weisheitszahnentfernung

Weisheitszähne haben häufig zu wenig Platz in der Mundhöhle. Liegt ein Platzmangel vor und werden die Weisheitszähne nicht entfernt, kann es im Laufe des Lebens zu verschiedenen Problemen kommen:

 

  • Weisheitszähne können eine (Mit-) Ursache für das Verschieben der unteren Schneidezähne(auch nach Kieferorthopädie) sein.
  • Entzündungen des Zahnfleisches (sog. dentitio dificillis) kann vor allem dann auftreten, wennbei einem teilweise durchgebrochenen Weisheitszahn das kapuzenförmig und teilweise auf dem Zahn liegende Zahnfleisch nicht gut gereinigt werden kann.
  • In bestimmten Fällen können Schäden am davorstehenden Zahn entstehen (z. B. Karies, Wurzelresorption).
  • Parodontose bzw. Parodontitis: Das Zahnfleisch an (teilweise) durchgebrochenen Weisheitszähnen ist aufgrund der hintersten Zahnposition und verschiedener anatomischer Gegebenheiten meist besonders schwer zu putzen. Daher stellen sie eine geschützte Nische und ein Reservoir für Parodontitis-Bakterien dar. Eine Parodontitis beginnt oft an den schwer zu reinigenden hinteren Backenzähnen, den Weisheitszähnen oder im Zwischenraum zwischen dem Weisheitszahn und davorstehenden Backenzahn. Wird die Erkrankung entdeckt, sind häufig auch schon weitere Zähne befallen.
  • Abszesse durch Weisheitszähne können sehr selten auch heute noch zu (lebens-) bedrohlichen Entzündungen führen.
  • Brechen die Weisheitszähne nur in einem Kiefer vollständig durch, dann können sie über die Kau-Ebene hinaus wachsen und ein „Gleithindernis” darstellen. Es kann in Folge dessen zu Zähneknirschen („Bruxismus”) und Kiefergelenksbeschwerden kommen.
  • Die Weisheitszahnentfernung ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit weniger Beschwerden und Komplikationen behaftet, da
  • die Zähne noch nicht vollständig ausgewachsen, also kleiner sind
  • die Zähne meist noch nicht bis in die unmittelbare Nähe des Unterkiefernervs gewachsen sind
  • der umliegende Knochen nicht so spröde und auch noch nicht so dicht an den Zahn herangewachsen ist wie beim Erwachsenen und
  • die Wundheilungsrate und –kapazität besser als beim Erwachsenen sind.

Wurzelspitzenresektion (Chirurg. Endodontie)

Wurzelspitzenresektion
(chirurgische Wurzelkanalbehandlung / Endodontie)

 

Wurzelspitzenresektionen dienen – wie die vorausgehende Wurzel(kanal)behandlung (siehe auch mikroskopunterstüzte Endodontie) – derZahnerhaltung und sind notwendig, wenn nach einer Wurzel(kanal)behandlung erneut Probleme auftreten. Hauptursache hierfür sind Bakterien, die im Zahninneren (Endodont) verblieben sind oder in das Zahninnere neu eingedrungen sind. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn die vorausgegangene Wurzelbehandlung mit größter Sorgfalt durchgeführt wurde.

Eine Alternative zur operativen Wurzelspitzenresektion kann eine erneute Wurzelkanalbehandlung (Wurzelbehandlungs-Revision) sein. Welche der beiden Behandlungen zur Zahnerhaltung die sinnvollere ist, muss im Einzelfall entschieden werden.

Bei einer Wurzelspitzenresektion wird die Spitze der Wurzel im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs abgetrennt (= reseziert) und ggf. behandelt.

  • Man kann drei verschiedene Techniken der Wurzelspitzenresektion unterscheiden:
  • das einfache Abtrennen der Wurzelspitze
  • das Abtrennen der Wurzelspitze mit Aufbereitung und Füllen der Wurzelspitze
  • das Abtrennen der Wurzelspitze mit Aufbereitung und Füllen der Wurzelspitze mit mikrochirurgischer Technik

Aufgrund der Möglichkeit des Zahnersatzes mittels Zahnimplantaten ist die Technik der Zahnerhaltung mittels Wurzelspitzenresektion deutlich in den Hintergrund getreten.

  • Folgende Hauptgründe sind hier anzuführen:
  • Bedenken des Patienten wegen des operativen Eingriffs
  • die hohe Miss-Erfolgsquote des Eingriffs ohne mikrochirurgische Technik
  • die Komplexität des Eingriffs und
  • die hohe Erfolgsrate von Implantaten.

Schlüssel zum Erfolg bei diesem Eingriff ist eine sorgfältige Durchführung der Behandlung sowie die Anwendung von mikrochirurgischen Techniken und Vergrößerungshilfen wie das OP-Mikroskop. Dies erlaubt es zusätzliche, sehr kleine Kanäle oder Verzweigungen der Kanäle zu entdecken, welche mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Die exakte Aufbereitung, Reinigung und Füllung der Kanäle entscheiden über die Langzeitprognose der Behandlung bzw. des Zahnes.

Ob die Wurzelspitzenresektion oder das Implantat die bessere Lösung ist, muss im Einzelfall entschieden werden. Grundsätzlich ist ein eigener Zahn natürlich besser als ein Implantat.Vor- und Nachteile sowie die Risiken der beiden Therapieoptionen müssen für jeden Zahn gegeneinander abgewogen werden.

Zahnfacherhaltungstherapie

Die Zahnfacherhaltungstherapie ist indiziert, wenn ein Zahn entfernt werden muss. Ziel der Behandlung ist der optimale Erhalt des Zahnfaches, da es bei jeder Zahnentfernung zu einem gewissen Abbau von Knochen und Zahnfleisch kommt.

Dies ist vor allem sinnvoll, wenn später ein Implantat oder eine Brücke eingesetzt werdensoll. Ein eingefallener Kiefer kann ästhetische Probleme und Funktionsprobleme (z. B. ungünstige Reinigungsfähigkeit, Einklemmen von Speiseresten) mit sich bringen.

Die Maßnahmen bei der Zahnfacherhaltungstherapie können das Auffüllen des knöchernen Zahnfachs mit einem Knochenaufbaumaterial, plastische Maßnahmen am Zahnfleisch oder den Aufbau des Zahnfleisches umfassen.

Ein weiterer Vorteil der Zahnfacherhaltungstherapie ist, dass aufgrund des Verschließens der Wunde meist keine oder nur minimale Beschwerden an der Stelle der Zahnentfernung auftreten.

Zahnfleischaufbau bei Zahnbrücken

Natürliche Ästhetik bei Zahnbrücken

 

  • Ist die Versorgung einer Zahnlücke mittels Brücke vorgesehen und gleichzeitig der Knochen in diesem Bereich (stark) zurückgegangen, dann ist beim Behandlungsergebnis mit folgenden Einschränkungen zu rechnen:
  • reduzierte Ästhetik
  • schlechte Putzbarkeit
  • regelmäßiges Einklemmen von Speiseresten.

Ein Zahnfleischaufbau kompensiert den Knochenabbau und verhindert diese Probleme.

Weitere oralchirurgische Behandlungen

Weitere Behandlungen Ihrer Zahnarzt-Praxis
für Oralchirurgie in Ravensburg

 

  • Weitere oralchirurgische Behandlungen sind:
  • Entfernung verlagerter Zähne
    Durch Entwicklungsstörungen bleiben in seltenen Fällen Zähne im Kiefer liegen oder sind doppelt angelegt. Die Entfernung dieser Zähne kann aus verschiedenen Gründen notwendig werden: Entzündungen, Geschwulstbildung, Schädigung von benachbarten Zähnen oder Zahnwurzeln, negative Beeinflussung einer kieferorthopädischen Behandlung.
  • Zahntransplantation
    Beispiel: Ein bleibender „normaler” Backenzahn ist bei einem jugendlichen Patienten schon stark kariös zerstört und hat eine geringe Wahrscheinlichkeit, noch lange erhalten zu bleiben. In diesem speziellen Fall kann ein kariös nicht geschädigter Weisheitszahn anstelle dieses Zahnes eingesetzt werden.
  • Zahn-Reimplantation
    Beispiel: Bei einem Unfall wird ein Zahn komplett aus seinem Zahnfach ausgeschlagen. Im Rahmen der Zahn Reimplantation wird der Zahn in sein Zahnfach wieder zurück („re-„) eingepflanzt („im-plant”). Besonders wichtig für das vollständige Anwachsen ist die Lagerung des Zahnes in einer Zahnrettungsbox oder notfalls in H-Milch oder im Speichel der Mundhöhle (nicht verschlucken!). Die richtige Stabilisierung des Zahnes und evtl. eine perfekte Wurzelbehandlung sind weitere wichtige Faktoren für einen langfristigen Zahnerhalt.
  • Lippenbändchen-Korrektur
    Beispiel: Ein Lippenbändchen setzt hoch am Zahnfleisch eines bestimmten Zahnes an. Eine häufige Folge ist der Rückgang des Zahnfleisches nur an diesem Zahn.
  • Zungenbändchen-Korrektur
    Beispiel: Bei einem Kind ist die normale Sprachentwicklung gestört. Dies liegt manchmal an einer Fixierung der Zunge durch ein zu kurzes Zungenbändchen. Häufig wird dieses Problem von einem Logopäden oder Kieferorthopäden erkannt.
  • Zystenbehandlungen
    Vom Zahn ausgehende Zysten, sogenannte odontogene Zysten, entstehen aus den Resten der Körpergewebe, welche zuvor die Zähen gebildet haben (Zahnbildungsorgane). Eine Zyste ist ein mit flüssigem oder breiigem Inhalt gefüllter Hohlraum, der von einem speziellen Mantel umgeben ist. Odontogene Zysten sind fast immer gutartig, wachsen aber stetig und verdrängen die umliegenden Gewebe oder Organe. Daher sollten diese Zysten entfernt werden.
    Die häufigste Zystenart ist die radikuläre Zyste, die sich an der Wurzelspitze eines Zahnes bildet. Häufig sind Entzündungen des Zahnnervs der Grund für die Entwicklung einer Zyste aus Resten des Zahnbildungsorgans.
  • Abklärung von Veränderungen der Mundschleimhaut
    Fallen dem Patienten oder bei einer (zahn-) ärztlichen Untersuchung Veränderungen an der Mundschleimhaut auf, entscheidet der (Zahn-) Arzt, ob eine Gewebsprobenentnahme notwendig ist. Gehen unklare Veränderungen über einen Zeitraum von 2 bis 3 Wochen nicht zurück, ist oft eine Untersuchung im Gewebelabor anzuraten. Dann kann über weitere Behandlungsmaßnahmen entschieden werden (keine bzw. Beobachten, medikamentöse Behandlung, chirurgische Behandlung). Veränderungen der Mundschleimhaut können Hinweise auf andere Erkrankungen geben sowie gutartige Geschwülste, Krebsvorstufen oder gar eine bösartige Krebserkrankung sein. Die Diagnostik, Befunderhebung und Therapie solcher Erkrankungen