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BEHANDLUNGEN

Ernährung

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Ernährung

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Ernährung – Karies – Parodontitis –
Blutuntersuchung – Immunsystem

Karies ist eine Zivilisationskrankheit. Ursache ist die regelmäßige Aufnahme von Zucker und raffinierten Kohlenhydraten. Raffinierte Kohlenhydrate sind vereinfacht gesagt industriell verarbeitete Kohlenhydrate (Pommes, Nudeln, weißer Reis), die in der Mundhöhle schnell zu Zucker abgebaut werden.Dadurch wird die Vermehrung von Kariesbakterien gefördert. Eine gesunde Ernährung enthält möglichst wenig Zucker und raffinierte Kohlenhydrate. „Natürliche“ Kohlenhydrate sind in sehr vielen frischen Lebensmitteln enthalten (Karotten <5%, Tomate <3%, Feldsalat <2%, Paprika <3%, Pilze <1%, Nüsse i.d.R. 4-12%, Linsen (getrocknet) 50%, Süßkartoffeln 24%).

Zur Kariesvermeidung ist die regelmäßige Entfernung der nahrungsbedingten, kohlenhydrathaltigen Zahnbeläge von großer Wichtigkeit, um eine Kariesentstehung zu vermeiden. Weitere Informationen zu Karies finden Sie hier.

Parodontitis ist ebenfalls eine Zivilisationskrankheit. Auch hier spielen die oben genannten raffinierten Kohlenhydrate eine wichtige Rolle. Neben der direkten Förderung des Bakterienwachstums in der Mundhöhle kommen Kohlenhydrate auch über das Blut zu den Parodontitis-Bakterien in der Zahnfleischtasche.

Altbekannt sind die Zusammenhänge zwischen Diabetes (zu hoher Blutzuckerspiegel!) und Parodontitis. Neuere Studien zeigen aber auch – ohne Vorliegen einer Diabetes-Erkrankung – direkte Zusammenhänge zwischen einer Ernährung, die viele bzw. wenig raffinierte Kohlenhydrate enthält, und der Entstehung sowie Schweregrad einer Parodontitis. Darüber hinaus beeinflussen zu viel raffinierte Kohlenhydrate das Immunsystem negativ, was einen weiteren negativen Einfluss auf die Parodontitis hat. Parodontitis hat verschiedene Ursachen. Das macht Ihre Behandlung manchmal kompliziert.

Eine gesunde Ernährung ist wichtig – das wissen wir alle. Wie sich diese im Detail zusammensetzen sollte, ist jedoch sehr strittig und (fast) jeder Mensch bildet sich darüber eine eigene Meinung. Gepaart mit der Tatsache, dass Menschen „Gewohnheitstiere“ sind, ist es sehr schwer, „seine“ Ernährung umzustellen. Eine spezielle Blutuntersuchungmit Analyse von Vitaminen, Spurenelementen und bestimmten Hormonen bieten wir allen Patienten an, die ihre Ernährung verbessern oder optimieren wollen – zur Vermeidung einer Parodontitis, zur Behandlung einer Parodontitis und zur Verbesserung des Immunsystems (positiver Einfluss auf die Parodontitis!).

... bei Parodontitis

Chirurgische Parodontitis-Therapie

 

Die Notwendigkeit zur chirurgischen Parodontitis-Therapie ist dann gegeben, wenn die nicht-chirurgische Parodontitis-Therapie nicht zum gewünschten Erfolg führt (nicht ausreichende Zahnfleischtaschen-Reduktion). Dies ist vor allem beim Vorliegen tiefer Zahnfleischtaschender Fall.

Bei der chirurgischen Parodontitis-Therapie werden die befallenen Zahnwurzeln – nach vorsichtigem „Aufklappen“ des Zahnfleisches – unter Sicht und nach einem speziellen Verfahren erneut gereinigt und gespült. Anschließend können ggf. vorhandene, zusätzliche Knochentaschen genau beurteilt und auf zwei unterschiedliche Arten und Weisen behandlet werden: Sehr tiefe Knochentaschen können aufgefüllt werden (sog. regenerative Parodontitis-Therapie). Eher flache Knochentaschen werden abgetragen (sog. resektive Parodontitis-Therapie).

Die regenerative Parodontitis-Therapie kann sehr tiefe und speziell konfigurierteKnochentaschen mit Knochenunterstützung wieder aufgebauen bzw. aufgefüllen. Nach einer sorgfältigen Vorbereitung des Zahnes und der Knochentasche fördern eingebrachte Substanzen (Eigenknochen, Knochenersatzmaterialien, sog. Schmelz-Matrix-Proteine und/ oder spezielle Folien/ Membranen) den Wiederaufbau des Zahnhalteapparates (= Zahnzement + Parodontalfaser + Knochen). Bei großen Backenzähnen (Molaren) oder bei zu wenig vorhandenem Knochen ist dieses Verfahren jedoch nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Die resektive Parodontitis-Therapie wird bei eher flachen Knochentaschen ohne Knochenunterstützung durchgeführt. Bei diesem Eingriff werden vorhandene Knochen- und Zahnfleischtaschen reseziert (= resektive Parodontitis-Therapie), d. h. entfernt. Der Zahn wird länger. Daher wird diese Maßnahme in der Regel nicht im sichtbaren Zahnbereichdurchgeführt. Durch die Entfernung der Zahnfleisch- und Knochentaschen können Zähne und Zahnfleisch besser bei der häuslichen Mundhygiene und bei der professionellen Zahnreinigung gereinigt werden. Die sog. Hygienefähigkeit ist wieder hergestellt. Die aggressiven Parodontitis-Bakterien können sich nun nicht mehr ungestört in der Tiefe vermehren und eine weitere Zerstörung des Zahnhalteapparates verursachen. So trägt dieses Verfahren zu einer nachhaltigen Verbesserung der Zahnfleischsituation und zum Zahnerhalt parodontal, stark angeschlagener (Backen-) Zähne entscheidend bei.

... bei Zahnfleischschwund (Rezessionen)

Hilfe bei Zahnfleischschwund (Rezessionen)

 

Zahnfleischrückgang und „Länger-Werden“ von Zähnen kann durch eine Entzündung an den Zähnen bedingt sein (siehe Parodontitis-Behandlung), aber auch ohne Vorliegen einer Parodontitis auftreten. Man spricht von einer sog. Rezession. Diese tritt vor allem auf den Außenflächen der Zähne auf (Zahnfläche Richtung Lippe bzw. Wange) und führt i. d. R. nicht zu Zahnverlust. Eine Parodontitis kann dagegen sehr wohl zu Zahnverlust führen.

  • Ursachen der nicht entzündlichen Rezessionen sind meist eine Kombination aus
  • genetisch bzw. anatomisch bedingten dünnen Knochen auf der Außenfläche der Zähne
  • zu festem Zähneputzen (starke mechanische Belastung des Knochens auf der Außenfläche der Zähne)
  • Zähneknirschen (starke mechanische Belastung des Knochens auf der Außenfläche der Zähne) und weitere Ursachen.

Diese Art des Zahnfleischrückgangs kann je nach Art und Umfang durch verschiedene mikrochirurgisch feine Operationstechniken korrigiert werden.

... bei unästhetischem Zahnfleischverlauf

Ästhetisch-plastische Parodontalchirurgie

 

Ein unästhetischer, ungleichmäßiger Zahnfleischverlauf kann bedingt sein durch

  • nicht entzündlichen Zahnfleischrückgang (Rezessionsbildung),
  • entzündlichen Zahnfleischrückgang (Parodontitis),
  • gestörten Zahndurchbruch (z. B. genetische Veranlagung) oder
  • andere Ursachen.

In vielen Fällen kann die ästhetisch-plastische Parodontalchirurgie ein kosmetisch sehr ansprechendes Ergebnis erzielt werden. Ob eine kieferorthopädische Behandlung oder ein chirurgischer Eingriff der für Sie bessere oder „richtige“ Weg ist, muss im Einzelfall diskutiert werden.

... bei tiefer Karies

Zahnerhalt trotz tiefer Karies oft möglich

 

Hat sich eine Karies unbemerkt bis unter den Zahnfleischrand ausgebreitet, ist der Zahnerhalt gefährdet. Der Zahnarzt hat häufig große Schwierigkeiten, einelangfristig „dichte“ und das Zahnfleisch nicht reizende Füllung oder Krone anzufertigen. Die Folge sind unter Umständen eine frühzeitige Kariesneubildung und/oder das Auslösen bzw. Verschlechtern einer lokalen Parodontitis.

... nach Zahnfraktur

Plastische Parodontalchirurgie kann verloren geglaubte Zähne oft retten

 

Zahnfrakturen können als Folge eines Zahntraumas oder als Folge einer fehlenden Zahnstabilisierung nach Karies-Therapie auftreten. Bricht der Zahn unter dem Zahnfleischrand horizontal ab, kann er nicht ohne Weiteresmit einer neuen Restauration (z. B. Krone, Füllung) versorgt werden. Eine chirurgische Zahnverlängerung kann in vielen dieser Fälle den Zahn erhalten, indem die Frakturstelle chirurgisch zugänglich gemacht wird.